Klare Worte aus der Politik

Die Herbst-Vollversammlung des Landesjugendrings fasste bei ihrer Sitzung Beschlüsse u.a. zu den Themen Junge Flüchtlinge und Klimaschutz. Außerdem nahm sie zwei neue Jugendorganisationen auf, die Jungen Europäer – JEF BW und die DITIB-Jugend BW. Ein Highlight war die Diskussionsrunde mit Landtagsabgeordneten, in der es um die Forderungen der Kampagne „Jugendarbeit ist MehrWert“ ging.

Thomas Poreski (Grüne), Bettina Meier-Augenstein (CDU), Florian Wahl (SPD) und Timm Kern (FDP) stellten sich den Fragen der Jugendverbände. Thema war vor allem die bessere Förderung der Jugendarbeit in der nächsten Legislaturperiode. Ganz klar sprechen sich alle für die Forderungen des Landesjugendrings aus:

  • Florian Wahl: „Eine Verbesserung der strukturellen Förderung für die Jugendverbände ist nötig, ebenso wie eine Dynamisierung der Förderung.“
  • Dr. Timm Kern: „Egal, wer in den nächsten Jahren regiert: Die Förderung für die Jugend-arbeit wird ein wichtiges Thema sein, dem man sich annehmen muss.“
  • Thomas Poreski: „Projekte sind gut, um neues zu entwickeln. Aber in der Vergangenheit wurde es mit der Projektitis übertrieben und die Strukturförderung vernachlässigt. Nur verlässlich finanzierte Strukturen können gute Projekte umsetzen.“
  • Bettina Meier-Augenstein: „Es braucht genügend Mittel für Kinder- und Jugendarbeit und die Arbeit mit jungen Geflüchteten – man darf beide nicht gegeneinander ausspielen.“

Für die Jugendverbände geht es vor allem um Verbesserungen für das Kerngeschäft, die Freizeiten. Kai Mungenast, Geschäftsführender Vorstand des Landesjugendrings resümiert: „Ein angemessener Zuschuss für die Ausstattung von Zeltlagern, eine bessere Förderung für die Betreuung sowie für Seminare und praktische Maßnahmen – mit langfristig verbesserter Förderung wären die Verbände auch für die nächsten Generationen junger Engagierter gut aufgestellt.“

Mit der heutigen Sitzung wuchs außerdem die Vollversammlung des Landesjugendrings an. Mit der DITIB-Jugend BW ist ein weiterer Verband Jugendlicher mit Migrationshintergrund im Landesjugendring vertreten. Die Jungen Europäer – JEF BW als überparteiliche, nicht-konfessionelle Jugendorganisation werden nun ebenfalls die Diskussionen auf Landesebene mitgestalten. Weitere Beschlüsse wurden unter anderem zu den Themen junge Geflüchtete („Youth Refugee Council“) und zur Klimapolitik gefasst (s. Pressemitteilungen Nr. 07_2015 und 09_2015).

Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft von 31 Jugendverbänden auf Landesebene und von den Orts-, Stadt- und Kreisjugendringen. Er vertritt darüber hinaus die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg. Die beschlossenen Anträge sind wenige Tage nach der Vollversammlung online nachzulesen, unter www.ljrbw.de/landesjugendring/beschluesse. Mehr Informationen über die Kampagne „Jugendarbeit ist MehrWert“ zur Landtagswahl 2016 gibt es unter www.ljrbw.de/MehrWert.

Quellverweis: Landesjugendring Baden-Württemberg